Dienstag, 29. Juni 2010

Die Sportmütze

Die Sportmütze
(auch: Schiebermütze oder Batschkapp)

Kaum eine Mütze ist so verbreitet wie sie. Sie ist wahrschienlich auch die erste Mütze, die man falsch herum aufsetzen durfte. Sie erreichte ihren ersten Popularitätsschub während der Zeit der Prohibition in den 30er Jahren und ihr hoher Status hält bis heute an. Die Sportmütze oder neudeutsch auch Flat-Cap.
Die einen sagen, dass es eine konservative "Altherrenmütze" ist - dem möchte ich dann aber mal daran erinnern, dass auch z.B. Brian Johnson von AC/DC eine Sportmütze trägt.
Wer nun sagt, dass es eine Modemütze ist, dem kann man dann wieder an die schrullige Person namens Heinz Becker erinnern. Dieser wird sowieso immer gerne vom neckischem Begleiter genannt, wenn jemand zum ersten mal so eine Sportmütze aufsetzt. Ignorieren sie lieber diese Aussage und machen sie sich ein eigenes Bild!
Man kann sie eben in konservativ-traditionell und in jugendlich modern erhalten. Probieren sie es halt einmal aus!

Besonders modern sind die sogenannten "Mehrteiligen" oder häufig auch "Achtteiligen" Mützen, die an die amerikanischen Zeitungsjungen aus vergangenen Jahrzehnten erinnern. Sie heißen so, weil die Oberfläche aus mehreren dreieckigen Teilen besteht.

Formen gibt es viele. Wenn z.B. der Deckel oben größer ist spricht man auch von einer Ballonmütze oder wenn dieser komplett vorne flach am Schirm abschließt, dann sagt auch mal der Fachmann "Schnabelmütze" dazu.

Je nach Bedarf gibt es sie auch mit vielen Zusatzausstattungen. Extra leicht und mit UV-Schutz im Sommer, gefüttert und mit Ohrenklappen für den kalten Winter oder regen- und winddicht für die Übergangszeit. Eine Sportmütze kann man immer tragen.

Ob nun Ein- oder Mehrteiler, Ballon- oder Schnabelmütze. Sie haben alle eines gemein. Sie sind absolut zeitlos und praktisch. Versuchen Sie es einfach mal.



Wer kennt diese Sportmützenträger nicht?

Mittwoch, 19. Mai 2010

Der Alpenhut

Von jungen Menschen häufig belächelt, von Norddeutschen als irgendwie zu eigentümlich eingestuft, aber im tiefsten Süden immer wieder ein Renner. Der Tiroler- oder Alpenhut.

In Norddeutschland wird er eher als Scherzartikel oder als Hut für Leute, die mindestens 2 Kriege erlebt haben, angesehen. In den südlicheren Gefilden wird er immer noch gerne zu Lodenmänteln oder Trachten angezogen. Schon komisch, dass ein Hut, der eigentlich aus Norditalien kommt und in Deutschland nur sehr selten getragen wird als so typisch deutsch anzusehen. Er steht auf der gleichen Stufe wie die Weißwurst, Sauerkraut, Kuckucksuhren und Lederhosen. Noch eine deutsche Eigenart gefällig? Bitte schön, hier ist eine: Hunde ausgiebiger begrüßen als das zugehörige Herrchen oder Frauchen.

Doch zurück zum Thema. Der Alpen oder Tirolerhut wird häufig verziert. Egal ob Kordeln, Abzeichen, Federn, Enzianblüten oder einem Gamsbart (Das ist dieses Ding was wie ein Rasierpinsel aussieht). Es gibt ihn flach, spitz, rund, weit oder mit 2er und 3er Griff. Zumeist besteht er aus festem Filz und ist somit sehr solide.

Schon Billy Mo besang 1963 diese traditionelle Hutart:
Immerhin war dieses Lied 4 Wochen auf Platz 1 der deutschen Musikcharts.